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(c) Fliegende Südtribüne 1984 - 2010

 



Rüttgers gegen Raducanu

oder
der Mensch kann nicht nur an Arbeit gemessen werden


06.09.09

Politiker schlagen sich nur im Wahlkampf auf Bürgerseite und lügen noch mehr und hauen noch plattere Parolen unters Volk. Bestes Beispiel NRW-Ministerpräsident Rüttgers, seines Zeichens Stellvertreter von Kanzlerin Merkelchen.
Wieder gräbt er einen ausländerfeindlichen Vergleich aus seiner Rhetorikdatei wie damals der "Kinder statt Inder"-Irrsinn. Sowas prägt Volkesstimme. Rumänen seien doch keine fleißigen Arbeiter wie die Deutschen, machten keine Überstunden und so weiter, Peter Maffay oder Dracula nannte er nicht. Später Hassneid für entgangene Konjunkturchancen in Deutschland, die Rumänien wie beim Dumpingexport vom Nokia-Werk aus Bochum zu nutzen wusste. Schließlich will das Land auch überleben in der EU. In der Politik selbst scheint das europäische Bündnis nicht in vollem Umfang anzukommen.
"Die kommen, wann sie wollen und gehen, wann sie wollen", tönt Rüttgers. Kennt er doch, so funktionieren Privatwirtschaft wie Politik.

Erinnern wir uns früher in der sozialen Marktwirtschaft  an einen großen Borussen, der aus Rumänien kam, um in Dortmund zu arbeiten. Als genialer Mittelfeldregisseur beim Ballspielverein Borussia: Marcel Raducanu. Obwohl er nicht einen Titel mit dem BVB holen konnte, kennen und lieben ihn die Borussen noch heute. Auch deshalb ist er der Bierstadt treu geblieben und hat hier seit 1994 eine Fußballschule, fährt oft durch die Stadt, wo Fans ihn im Auto grüßen und zujubeln.


Wiederholt rumänischer Fußballer des Jahres, kam Radu mit 27 zu einem Gastspiel des damaligen Militärvereins Steaua Bukarest nach Deutschland und flüchtete nach dem Spiel.
Ostblockflüchtlinge beim BVB waren vor ihm Klaus Günter (1968-71), Zoltan Varga (1974-76) und Mirko Votava (1973-82). Aber niemand wurde so hartnäckig beschattet und verfolgt, der Geheimdienst Securitate drohte ihm mit sechs Jahren Gefängnis.
Fußball spielen konnte er in
seiner neuen Heimat noch nicht. Zum einen hatte er zwei Verträge unterschrieben, beim BVB und bei Hannover 96, zum anderen hatte ihn die UEFA für ein Jahr gesperrt.

1982 kam und die erst 17jährige Nicole gewann im Frühling als bisher einzige Deutsche den Eurovision Song Contest mit "Ein bißchen Frieden". Die Lagerfeuerhymne war noch  Charttopper im Spätsommer, als Radu für Borussia spielen durfte.
Der BVB steckte in einer existenzbedrohenden Wirtschaftskrise und wanderte sportlich in den Tabellenkeller. In dieser Dunkelheit leuchtete der Fußballzauber des "Balkan-Maradonas", der in seiner 10 so manchen Paß hervortrickste. Das wurde dann nie so wichtig wie in der Relegation 1986, wo er mit dem wahrscheinlich einzigen Kopfballtor seiner Karriere zum so wichtigen 2:1 im Rückspiel gegen Fortuna Köln traf, bis Kobra Wegmann mit dem goldenen Geschichtstor zum 3:1 Gottes Hilfe holte, das Westfalenstadion unter dem Jubel fast zusammenbrach  und mehr als 50000 Dortmunder zum 8:0-Entscheidungsspiel nach Düsseldorf führte.
Der wichtigste Wendepunkt in der 100jährigen Vereinsgeschichte, sonst hätte der BVB schon vor 2005 Konkurs gehen oder zu einer Fahrstuhlmannschaft werden können und die späteren größten Erfolge, zeitlich genau zum wirtschaftlichen Fußballboom in der neuen Champions League, wären nie möglich geworden.



163 Spiele mit 31 Toren, aber viele ungezählte Traumpässe, ähnlich wie Andy Möller. Beim 15. Mai 1987 lief er auch im Westfalenstadion über den Rasen, auf dem in großen Buchstaben zum Boykott der Volkszählung aufgerufen wurde. Es wäre  das erste Bundesligaspiel geworden, das aus politischen Gründen hätte abgesagt werden können. Zum Glück fügte der Vorstand ein "nicht" hinzu und so wurde an diesem Freitagabend das 4:3 gegen den HSV zu einem der besten Spiele überhaupt im Tempel.
Die seit 1966 beste Saison wurde gekrönt mit der zweiten UEFA-Cup-Qualifikation 1987, beim regenreichen Auswärtssieg in Frankfurt, den weit über 20000 Fans miterlebten.
Nach Glasgow und Mostar gingen die Europareisen, an der 0:5-Blamage (nach 3:0-Hinspiel) im eisverschneiten Brügge war er nicht beteiligt.

Zur Saison 1988/89 wechselte er für damals 200000 DM (!!!) nach Zürich, Ersatz wurde Michael Rummenigge, der als erster Bayern-Spieler und wegen eines abfälligen Kommentars über Arbeiterberufe im Ruhrgebiet einen schweren Einstand beim Publikum hatte, später aber mit Andy Möller Mittelfeld und Mannschaftsspiel zum letzten Pokalsieg und auf sonnigere Bundesligaplätze führte. Schon 1992 hätte Borussia Meister werden können und mußte dann drei Jahre warten.

Marcel Raducanu feiert am 21. Oktober seinen 55. Geburtstag. Eine Schnapszahl, zu dem wir ihm gratulieren werden, aber nicht mit einem Nokia-Handy, eher mit einem Tuica.
Am 27.09. wird der neue Bundestag gewählt, vielleicht mit Bundeskanzler Steinmeier, denn die Partei mit dem C verschwendet nicht nur wertvolle Regierungszeit am Staatsverschuldungslimit, sondern auch menschenfeindliche Wahlfangpolemik, als hätte Rüttgers beim "Antikriegstag" in Dortmund gelauscht.




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